Donnerstag, 26. Februar 2015

Masern, Impfen und das RKI

Fast drei Wochen ist es her, das von meiner besseren Hälfte angeleierte Bloggerkochen.
Am Tag danach habe ich, nicht zuletzt durch die Überzeugungsversuche meines Mannes, beschlossen doch wider mit dem Bloggen anzufangen. Ideen dazu hab ich immer mal welche, aber erstmal den Anfang finden..

Ich gebe zu ich lasse mich manchmal schnell für etwas begeistern, habe dann aber hin und wieder (oder auch öfter) Startschwierigkeiten dann auch los zu legen. So auch dieses Mal. Nehme ich das Thema, oder doch lieber das andere???

Heute habe ich dann auf dem Blog einer Schweizer Apothekerin einen interessanten Beitrag zu einem leider mal wieder aktuellen Thema gelesen.



Ich finde es erschreckend an was für Erkrankungen/Beschwerden die Menschen vor 160 Jahren noch gestorben sind, welche für uns heute dank moderner Medizin mit Impfungen und Antibiotika und besseren hygienischen Bedingungen teilweise nahezu Lappalien sind.




Impfen ist schon seit geraumer Zeit für so manche ein Streitthema und wird es wohl leider auch immer bleiben. Erst vor ein paar Tagen ist in Berlin ein kleines Kind an den Masern gestorben weil seine Eltern sich, warum auch immer, gegen eine Impfung entschieden haben.

Ich kenne selber Personen die aus den verschiedensten medizinische begründeten Fällen auf die eine oder andere Impfung verzichten, aber dennoch nicht generell gegen das Impfen sind. Das ist für mich auch ok, ich habe nichts gegen Nichtimpfer im Allgemeinen aber ich verstehe die fast schon militanten Impfgegner nicht und wenn ich es mal wage das auch in einem der zahlreichen Elterngruppen der unterschiedlichsten sozialen Netzwerke zu erwähnen, wird man gleich mit Vorwürfen und Anfeindungen bombardiert.

Ja, es erkranken gelegentlich auch geimpfte Kinder an der eigentlich geimpften Erkrankung, z.B. weil Ansteckung und Impfung sich überschneiden, oder weil die Impfung nicht vollständig war, aber dann sind die Auswirkungen deutlich geringer. Ein Beispiel ist im RKI Jahrbuch für Infektionskrankheiten 2013 im pdf auf Seite 152 zu finden:


Von 1771 gemeldeten Krankheitsfällen waren 1307 NICHT geimpft und bei 226 Erkrankten war der Impfstatus unbekannt. Fakt ist dass es nicht mehr nur Kleinkinder erwischt, denn der Anteil an erkrankten Jugendlichen und jungen Erwachsenen steigt deutlich, ein Zustand den wir sicher nicht zuletzt der zunehmenden Zahl an Impfgegnern zu verdanken haben. Ich finde diese Entwicklung in sofern erschreckend als dass dadurch auch das Risiko deutlich steigt als nicht geimpfte Schwangere an Masern (und anderen nicht geimpften und/oder durchgemachten Erkrankungen) zu erkranken und somit auch das ungeborene Kind zu gefährden.

Die Argumente gegen das Impfen sind vielfältig und auch nur die häufigsten hier zu erwähnen und Gegenargumente zu bringen oder über die Folgen des Nichtimpfens vs. vereinzelte Impfreaktionen zu berichten, würde Tage dauern und könnte Bücher füllen. Ich habe die letzten zwei Stunden damit verbracht mich zum Thema Masern und Impfen durchs www zu klicken und die Informationsflut ist gigantisch und sicher ist bei weitem nicht alles korrekt was man zu lesen bekommt. Ich, als medizinische Fachpersonal und mit 15 Jahren Berufserfahrung, halte das Robert-Koch-Institut für eine der verlässlichsten Quellen zu diesem Thema. Passenderweise habe ich da auch eine Liste mit den 20 häufigsten Argumenten gegen das Impfen und die Antworten des RKI dazu gefunden.

Der aktuelle Favorit der Gegenargumente dürfte zur Zeit das Aluminium sein, welches tatsächlich Bestandteil von Impfstoffen ist aber, mal ganz nebenbei erwähnt, zwar ein unnützer aber dennoch normaler Bestandteil des Menschlichen Körpers ist. Das böse Schwermetall lagert sich im Körper an und kann irgendwann zu toxischen Reaktionen führen, auch das ist fakt. Aber die in Impfstoffen enthaltenen Dosen sind, gemessen an der toxischen Grenze, gering und wir nehmen täglich deutlich mehr Aluminium mit der normalen Nahrung zu uns. Zum Beispiel in Tee, Kakao, Salat, Hülsenfrüchten und Getreide sind nicht grade kleine Mengen an Aluminium vorhanden. Mit der Nahrung aufgenommenes Aluminium scheidet der Körper zwar normalerweise wieder aus, aber nur solange keine Säure mit im Spiel ist. Trinken wir z.B. einen O-Saft zum so gesunden Salat oder Müsli sorgen wir dafür dass das darin enthaltene Aluminium vom Körper aufgenommen werden kann und der Lachs in Alufolie schmeckt noch besser wenn man Zitrone drüber gibt, welche wiederum Aluminium aus der Folie lösen kann und wir es dann fleißg mit dem Fisch zu uns nehmen. Darüber macht sich aber anscheinen keiner Sorgen, oder verzichtet jetzt jemand von Euch auf seinen gesunden Fruchtsaft zum gesunden Müsli???

Eigentlich gilt für so ziemlich alles die meiner Meinung nach gesunde Einstellung "Die Menge machts"

Wem bis jetzt noch nicht klar sein sollte dass ich pro Impfung eingestellt bin sei gesagt dass meine Kids und ich nach den Empfehlungen der STIKO geimpft sind und das auch bei meinem im August "schlüpfenden" Bauchzwerg der Fall sein wird. Die (noch) jüngste hat letztes Jahr sogar darum gebettelt mal wieder geimpft zu werden, da wird sie aber noch etwas bis zur nächsten Auffrischung warten müssen :-)

Kommentare:

  1. Erster! :D

    Seit wann ist Aluminium ein Schwermetall? :D Soweit ich das weiß, ist sogar das bedeutendste Leichtmetall ;)

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    1. Du hast natürlich Recht, Aluminium ist ein Leichtmetall. Das hab ich doch prompt mal falsch aus einer Impfen vs. Gegner Diskussion übernommen.

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